Immobilien

Immobilie technisch prüfen: Worauf vor dem Kauf zu achten ist

Bei einer Besichtigung stehen häufig Grundriss und Ausstattung im Vordergrund. Für den langfristigen Aufwand sind jedoch Dach, Gebäudehülle, Feuchte und technische Anlagen mindestens ebenso wichtig.

Dach und Entwässerung

Alter und Zustand der Dacheindeckung, sichtbare Reparaturen und Anschlüsse an Schornsteine oder Dachfenster geben erste Hinweise. Im Dachraum sind Verfärbungen, Feuchte und provisorische Ausbesserungen besonders interessant.

Auch Dachrinnen und Fallrohre sollten Wasser kontrolliert vom Gebäude ableiten.

Keller und Sockel

Feuchte Gerüche, abplatzender Putz, Salzablagerungen oder dunkle Bereiche können auf Feuchtebelastung hinweisen. Die Ursache lässt sich bei einer kurzen Besichtigung jedoch oft nicht sicher bestimmen.

Entscheidend ist daher, Auffälligkeiten zu dokumentieren und bei Bedarf weiter untersuchen zu lassen.

Fassade und Fenster

Risse unterscheiden sich hinsichtlich Lage, Breite und Verlauf. Manche sind oberflächlich, andere können auf Bewegungen hindeuten. Auch ältere Fenster beeinflussen Energiebedarf, Schallschutz und Luftdichtheit.

Bereits durchgeführte Sanierungen sollten darauf geprüft werden, ob Anschlüsse und Details plausibel wirken.

Heizung, Elektro und Leitungen

Alter, Zustand und Dokumentation technischer Anlagen sind relevant für zukünftige Investitionen. Bei Elektroinstallationen geben Verteiler, Schutzschalter und sichtbare Leitungen erste Hinweise auf den Modernisierungsstand.

Wasser- und Abwasserleitungen sind teilweise verdeckt. Umbauhistorie und vorhandene Unterlagen können deshalb wertvoll sein.

Umbauten nachvollziehen

Entfernte Wände, ausgebaute Dachgeschosse oder Anbauten verändern ein Gebäude stärker als neue Bodenbeläge. Solche Eingriffe sollten nachvollziehbar dokumentiert sein. Bei Zweifeln ist eine fachliche Prüfung sinnvoller als eine Vermutung auf Basis der Optik.